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V.A. - Movements 2 (Perfect Toy/Groove Attack) Teil 2 der „Movements“ Compilation ist wieder von Tobias Kirmayer zusammengestellt worden. Der Münchner DJ ist ein leidenschaftlicher Vinyl Rare Groove Sammler und präsentiert uns hier eine sehr exquisite Mischung von Funk- und Soul-Klassikern und Raritäten. Dabei liegt sein Hauptmerkmal bei der Trackauswahl nicht auf „Rare“, sondern mehr auf Qualität und „Groove“. Herausragend ist hier „There’s A Wrinkle In Our Time“ von der Band 1984. Deep und mit einem Killer-Groove, der sofort in die Beine geht. Kirmayer ist ein glühender Vertreter der Deep Funk und Rare Groove Szene. Mittlerweile hat er auch ein kleines Label, wo er Reissues von Funk/Soul/Latin/Jazz-Produktionen und seine eigenen Tracks veröffentlicht. So lange es Music Maniacs wie ihn geben wird, werden wir weiterhin in den Genuss von alten und neuen Funk Burnern kommen. Anspieltipps: 1984 - There’s A Wrinkle In Our Time, House Guests – My Mind Set Me Free Pt.1, Harmonica paul - Motherless Child
Plaid & Bob Jaroc - Greedy Baby (Warp Records/Rough Trade) Das Elektronik-Duo Plaid und der Video-Künstler Bob Jaroc veröffentlichen mit „Greedy Baby“ ein audio-visuelles 5.1 Surround Sound Album. In sehr enger Zusammenarbeit entstand ein Werk, welches einen stark symbiotischen Eindruck hinterlässt. Die Sounds von Ed Handley und Andy Turner harmonieren bestens mit den Bildern von Jaroc. Der bedient sich verschiedenster Elemente wie Comic-Animation, dämonisch-dunklen Großstadt-Ansichten, verschleierten Sonnenuntergangs-Szenarien mit Vogelflug oder verspielten Libellenflugeinlagen. So entsteht ein Trip, der einen fesselt und in den Sessel drückt dank einer perfekten Choreographie. 
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Arling & Cameron - Hi-Fi Underground (Challenge Records/Sunny Moon) Lange Zeit war es still um das niederländische Duo, bedingt durch einen schweren Verkehrsunfall von Richard Cameron. Nun, nach fünf Jahren Pause sind sie wieder am Start mit ihrem neuen Album „Hi-Fi Underground“. Und wie schon vorher, stößt ihrer Hi-Tech Easy Listening auf fruchtbaren Boden. Ganz entspannt treffen hier Clubmusik und Popmusik zusammen und verschmelzen höchst elegant. Getrieben von knarzenden Bässen, Synthie-Loops und eingängigen Melodien, kicken uns die Songs auf die Tanzfläche und haben dabei noch Singleauskopplung-Qualität. Arling & Cameron beherrschen ihre Genre, schon der Album-Opener „Shake It“ macht seinem Namen alle Ehre. Mittelschleppender Beat mit Bassbegleitung, gezielter Vocaleinsatz und ein perfekter Synthie-Einsatz. Ist unbeschwert, macht Laune auf mehr und das Mehr kommt auch. 
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New Flesh - Universally Dirty (Big Dada/Ninja Tune/Rough Trade) Da sind sie wieder, Part2, Juice Aleem und Toastie Tailor, die englische Antwort auf alles. Nach ihrem großartigen Dancehallalbum „Backyard“ hier nun „Universally Dirty“, ebenso groß und außergewöhnlich wie sein Vorgänger. Sie sind eben unwiderstehlich und infektiös, sprengen die Grenzen der angrenzenden Genres und bringen Energie, Trueness und Talent mit. Und sie haben einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz außerhalb der britischen Inseln: sie haben Grime und Britfunk. „Wherever We Go“, die erste Single des Albums, ist ein strotzender Hybrid aus HipHop, angereichert mit Akustikgitarre, Streichern und einer schweren Basslinie. Drumherum scharen sich viele weitere Perlen, die neben dem freshen Sound vor allem auch durch das perfekte vocalizen von Toastie und Juice leben, die sich stimmlich super ergänzen.
Slepcy - We Are The Newest Battle Models (Cock Rock Disco/Cargo) Piotr Kurek und Marcin Stefanski aka Slepcy bewegen sich auf einem schmalen Grat. Ihr elektronischer Listening-Sound, wohl experimentell und unberechenbar, pendelt zwischen fein anzuhörender Elektronika und völlig überflüssiger Geräuschkulisse, die es fast genauso schon (nur besser, weil damals neu) mal gab. Leider überwiegt die Geräuschkulisse, die es schwierig macht das Album am Stück zu hören. Kratzbürstig, übertrieben schräg und verstörend landet die Musik in den Ohrmuscheln und verursacht dort ein Massaker. 
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Smov - Big Love EP (Wack Records/OUR Distribution) „Big Love“ ist eine Bearbeitung von Diana Ross’ „You Can’t Hurry Love“. Smov bedient sich der eingängigen Samples des Songs und legt einen fetten HipHop-Beat und Rap drunter. Sehr schöne Partynummer. „Jazz Trap“ ist Colonel Abrahams „Trapped“ im Broken Beat-NuJazz-Gewand mit hypnotischem Basslauf und erinnnert etwas an St. Germain. Ebenfalls partytauglich und sicheres DJ Tool. 
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V.A. - Fabriclive 28 – Evil Nine Never mind DJ Format (Fabriclive 27), here is Evil Nine (28). Nächste Runde bei der DJ-Mix Reihe eines der beliebtesten Londoner Clubs. Das Breakbeat-Duo veranstaltet hier ziemlichen Vollalarm, macht das aber mit Stil und nicht zu platt. Das Tempo wird hoch gehalten, Elektro- und Gitarren-infizierte Breakbeats zeigen, was man freitags in der Fabric zu erwarten hat. Da gibt es keine Gnade, hier soll getanzt werden. Schon der Einstieg ist gelungen. Ein Track von Will Saul im treibenden Evil Nine Remix, aber dennoch kühn und elegant dank der Vocals von Ursula Rucker. Danach geht es auf den Punkt weiter. Harte knartzende Elektroeinflüsse, Techno, Gitarren treiben das Set weiter nach vorne bis es zu meinem persönlichen Höhepunkt kommt: Franz Ferdinands „Fallen“ (Ruined By Justice Remix). Im Stakkato hüpft Sänger Alex Kapranos durch die Akkorde (sehr chic!), bevor zum Abschluss des Mixes zwei 80er Jahre Klassiker (B-Movie „Nowhere Girl“ & The Clash „London Calling“) die Schlusspointe setzen. Anspieltipps: Will Saul feat. Ursula Rucker – Where Is It? (Evil Nine Remix), The Mystery Jets – Where Boy Who Ran Away, Franz Ferdinand – Fallen (Ruined By Justice)
DJ Krush - Stepping Stones – The Self-Remixed Best (Sony) DJ Krush blickt in zwischen auf eine über 12 Jahre lange Solo-Karriere als DJ und Produzent zurück, die natürlich längst nicht zu Ende ist. Aber bei so vielen Veröffentlichungen ist es nun an der Zeit, einen kleinen Rückblick zu starten, gehört er doch zu der Creme de la Creme der HipHop/TripHop-Protagonisten. Weit über seine Heimat Japan hinaus hat er eine Generation geprägt mit seinem innovativen und genreprägenden Style. Die vorliegende Doppel-CD/LP (#1 mit Texten, #2 instrumental) beinhaltet seine Tracks, die er selbst noch mal geremixt hat, u.a. in Zusammenarbeit mit CL Smooth, Mos Def, Zap Mama oder Maik B. von The Roots. Das klingt natürlich alles extrem lässig, flüssig und interessant, Krush ist und bleibt ein Meister im Bereich des experimentellen Sounds. 
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DJ Spinna - Intergalactic Soul (Papa Records) Mit seinem ersten Studio-Album seit 2003 greift Spinna wieder in die Gegenwart ein. „Intergalactic Soul“ ist außergewöhnlich wie alles was der New Yorker produziert. Dieses mal hat er sich explizit der Fusion von HipHop und Dance Beats verschrieben. Das funktioniert stellenweise sehr prächtig, „Computer Love“, ein Tribut an Kraftwerk, ist so ein perfekter Bastard. Voller Elektronik, aber mit einem typisch schleppenden Downbeat, herrlich schräg und lässig. Es liegt im so viele Genres wie möglich dezent in seine Musik einzupacken. Da hört man dann neben Egoexpress auch schon mal Prince oder Jazzanova. Spinna gehört zu denen die eine hohe Musikalität besitzen, die sich einfach weiterentwickeln und erneuern, da gibt es keinen Stillstand. Es gibt einfach noch viel zu viel zu entdecken. 
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Soil & Pimp Sessions - Pimp Master (Compost Records/Groove Attack) Schräg? Ja, klar. Schnell? Ebenso. Laut? Auch. Schmutzig? Ich liebe es! Sechs aufgedrehte Jazzmusiker aus Tokio sind die Szene-Sensation in ihrer Heimat und mischen darüber hinaus auch die Radio-Stationen auf, dass auch Nicht-Jazz-Hörern die Ohren abfallen. Sehr locker und unprätentiös kommt ihr Sound daher, der seine Wurzeln im klassischen Beebop hat, aber weit darüber hinaus aufgepimpt wird. Nicht umsonst werden sie in Japan die Beastie Boys des Jazz genannt und sie selbst nennen ihren Style „Death Jazz“. Ist das So? Ja, Soil & Pimp Sessions legen ein mörderisches Tempo vor. Sacho als der Spiritual Rector führt seine Combo weit über den Jazz hinaus, überschreitet Genregrenzen und man merkt ihnen die wahre Spielfreude an. Keine verkopfte Szene-Musik, sondern erfrischender Experimentalsound für dich und mich. Also kaufen? Ja, klar!
Majestic 12 - Superstar/Alone Again (BATB/SonyBMG) Hinter Majestic 12 stecken Produzent Carlos Bess und die Sängerin/Trompeterin Paulisa Moorman. Eine feine Kollaboration, „Superstar“ ist ein Soul-voller HipHop-Downbeat-Stampfer, der gemütlich cool und Bebop-beladen durchs Gehölz kommt. Die B-Seite „Alone Again“ im feisten TripHop-Gewand, Portishead lässt grüßen und wird ergänzt durch epische Soundtrackflächen. Trüby Trios Remix legt da einen lässigen 4/4 Takt drunter, verbreitet Bossa-Flair und befreit den Track von zu viel Schwermut. Willkommen im Sommer. Der Remix von Fink ist ebenfalls etwas aufgeräumter und dazu dubbiger, verlässt aber auch den Downbeat-Pfad nicht. Chic! 
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Atjazz - Put It On (Mantis/Neuton) Auf ihren Release bei Dixons Innervisions dürfen wir gespannt sein, derweil erscheint „Put It On“ auf ihrem eigenen Label als Appetizer für das bald kommende Album. Und sie haben ihr Handwerk nicht verlernt, fette Broken Beats tragen die Vocals von Ernesto, der voller Soul ins Micro haucht. Dazu gibt es ein paar detroiteske Synthie-Klänge, die das Ganze noch etwas auffrischen. Dennoch: ein wenig fad, zu solide. Auf der B-Seite kommt Osunlade mit einem Remix zum Zuge. Das Tempo deutlich erhöht, weniger gebrochen, straight 4/4 Takt. Dadurch eine ganz neue Dynamik, gepaart mit Ernestos Soul, ein feiner Deep House-Track.
Herbert - Moving Like A Train (K7/Rough Trade) Aus dem aktuellen Album ist „Moving Like A Train“, eine beschwingt opulente Rhythmus-Funk Fusion, in Prince’scher Manier mit dem Gesang von Herberts Freundin Dani Siciliano in Hochform. Dazu zwei Remixe. Einer davon ist von Englands NeoSoul Hoffung Jamie Lidell, der hier aber nicht Stimmlich eingreift, sondern sich nur an die Effekt- und Loop-Maschine setzt. Das kann Herbert eigentlich besser, deshalb einfach zu dünn. Nummer zwei ist der Smith’n’Hack Remix. Der marschiert mit Beat und Bläsern (a la Balkan) durchs Gehölz. Befreit vom Gesang und anderem unnötigen Ballast bedient er sich nur des Rhythmusgerüstes und schafft damit eine sehr eigenwillige Interpretation. 
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Coldcut feat. Robert Owens - Walk A Mile In My Shoes Henrik Schwarz Remix (Ninja Tune/Rough Trade) Schon seit einiger Zeit geistert der Track durch die Clubs in Europa und fast dachte man, dass Ninja Tune vergessen hätte das Vinyl zu Pressen. Nun die Erleichterung, sie ist draußen und da lege ich mich jetzt schon fest: einer der Top 3 Remixe dieses Jahres! Was Henrik Schwarz hier produziert hat ist sein bisher bester Remix. Ein unglaubliche Dramaturgie, exakt und stimmig. Sehr behutsam geht es los, der Anfang ist dem Original sehr nahe. Schwarz setzt nur ganz kleine Akzente. Fast fernöstlich klingende Töne und Loops tauchen auf, erhöhen Sehnsucht und Spannung, darüber liegt fast zerbrechlich Robert Owens Stimme. Dann die Erlösung, der Beat kommt, die Tanzfläche bebt und ein technoid-souliges Gewitter erfrischt die spannungsgeladene Party-Crowd.
V.A. - Brazilectro Session 8 (Audiopharm/SPV) Die endlose Reise des brasilianischen Sounds wird mit Teil 8 der „Brazilectro“-Reihe wieder mal auf CD gebracht. Und das vorab: es lohnt sich, immer noch. Keine Ermüdungserscheinungen, weiterhin sprudelnd inspirierte Musik, die in den Studios rund um den Globus produziert wird. Da gibt es auf der einen Seite die Fraktion der Einheimischen wie z.B. Marcos Valle oder Jorge Ben und auf der anderen Seite internationale Top-Produzenten wie Fort Knox Five, Boozoo Bajou oder Quantic, die sich gerne am latin-inspirierten Sound bedienen. Dazwischen tummeln sich eine Vielzahl von Künstlern, mal bekannter, mal weniger, die es bis auf wenige Ausnahmen schaffen den südamerikanischen Sound weiter auf die Reise zu schicken. Ein Reise, die wahrscheinlich nie enden wird, der Weg ist das Ziel und wenn der Weg so schön beschallt wird, dass will man gar nicht ankommen ... Anspieltipps: Boozoo Bajou feat. Top Cat - Killer, Céu – Lenda, Flamingo Star - Smoothpipe 
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Boozoo Bajou feat. Oh No - Juke Joint II EP (K7/Rough Trade) „Back Up“ ist Vorab-Single Auskopplung zur zweiten „Juke Joint“ Mix-CD von Bozoo Bajou. Der Track, mit Oh No Von Stonesthrow am Mikro, kommt im klassischen New York HipHop Style daher. Der Drumwick-Mix dagegen im percussiven Dancehall-Gewand und auf der B-Seite gibt’s die Ruff-Version, roh und scheppernd mit trippigem Downbeat und Echokammern-Effekten. Alle Versionen verbreiten den Flavour den man von der Mix-CD erwarten kann, da kann sehr gespannt sein ... 
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V.A. - Focus Jazz Forum Weat Vol. 2 (Sonar Kollektiv/Rough Trade) Wieder widmen sich Jazzanova und Stephan Steigleder als Kompilierer dem Archiv von Hans Wewerka, einem der umtriebigsten Köpfe der deutschen Jazzgeschichte, der trotz seines Alters (irgendwo in den 80ern) immer noch seinen Musikverlag betreibt und auf der Suche nach den neuesten Trends ist. Ein schier endloser Fundus in dem die Berliner Sonar-Crew immer wieder neue Schätze ausgraben kann. Hatte der erste Teil noch Westdeutschland als Thema, so gibt es hier die Schwerpunkte Soundtrack und der Blick hinter den eisernen Vorhang in den 60er Jahren. So ist z.B. Joe Haider mit drei Tracks vertreten, allesamt für den Film „Die Welt und ihre Menschen“ und von einer tiefen Melancholie durchzogen. Oder der swinging Ostblock, vertreten u.a. Dusko Goykovich und Waldron. Insgesamt eine sehr interessante und stimmige Sammlung, die im Booklet viel Hintergrundwissen und rare Fotos bietet. Anspieltipps: Walter Geiger – Anwalt des Teufels, Joe Haider – Lost Day, Peter Korinek – Downtown
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