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Phoenix - It's Never Been Like That (Source/Labels/EMI) Es ist schon fast überraschend, dass sich Phoenix zwei Jahre nach ihrem letzten Album "Alphabetical" mit einem neuen Longplayer zurückmelden. Aber nachdem man zwei Sommer lang durch Clubs, Konzerthallen und auf Festivals gespielt hat - die Live-Qualitäten der Band kann ich dreifach bestätigen - setzte man sich unter Druck, um nicht wieder vier Jahre durchs Land ziehen zu lassen, bevor man ein neues Album präsentieren kann. So zogen die vier Franzosen aus der Pariser Vorstadt nach Berlin und verbarrikadierten sich in einem verlassenen staatlichen Radiokomplex im Ostteil der Stadt. Das Ergebnis überrascht, im sehr positiven Sinne, denn mit Druck können sie umgehen und haben eine Antwort parat, die wohl kaum einer erwartet hätte. Roh und ungeschliffen präsentiert sich "It's Never Been Like That" und das klingt auch schon im Titel durch. Reichlich Gitarren und weniger Keyboards erzeugen einen offenen verspielten Sound, der unbeschwert und unprätentiös überzeugen kann. Ein völlig anderer Ansatz als bei den beiden Vorgängern. Songs wie "Sometimes In The Fall" oder das instrumentale "North" geben einem das Gefühl eine Reise anzutreten von der man nie zurückkommen möchte. Mit einem Debut zu brillieren gelingt vielen, die zweite Platte zu meistern schaffen nur einige, aber mit der dritten Platte erneut zu debütieren und dennoch man selbst zu sein, das gelingt äußerst selten. Danke schön!
Bunny Lake - Bunny Lake EP (Klein Records) Willkommen im Kosmos von Bunny Lake. Das österreichische Trio mit postapokalyptischer-Postpunk-Drecksdisco Ausrichtung. Hier sind zwei Remixe, die sich vorstellen wollen. Christopher Just schleudert uns seinen Disco Demons Dub entgegen: Ein Technotrack mit Mörderbass, Bleeps, Klonks, Vocalfetzen, trockener Beat und gnadenlos. DJ Glow übt sich bei seinem Track im Robot Dance. Ich sehe sie vor mir, C3PO und R2 D2 als Pärchen über den Dancefloor schweben und Herbie Hancock steuert per Casio Taschenrechneruhr die Beats dazu ... 
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Repeat Orchestra - The Making Of EP (Real Soon/Wordandsound) Der Düsseldorfer Produzent Stefan Schwander, längst bekannt als Antonelli Electr., Rhythm Maker oder Rocket In A Dub, präsentiert uns mit seinem Projekt Repeat Orchestra eine deepe deliziöse House EP. Geprägt von Chicago-House entwickelt sich die Tracks aber „europäischer“, deep, minimal und voller Details. Dub-durchflochten, mit Piano, Streichern und feiner Dramaturgie. 
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V.A. - Bossa Nova – The Sound Of Ipanema (Boutique/Universal) Ähnlich wie Rock’n’Roll startete Der Bossa Nova ebenfalls in den 50ern und war in seiner Art neu und revolutionär. Was heute in der Pop Musik weit verbreitet ist, egal ob in der Club-Szene oder im Mainstream, startete damals in Brasilien mit Musikern wie Joao Gilberto, Nara Leao oder Sylvia Telles seinen Siegeszug. Die vorliegende CD gibt einen Einblick in die Anfänge dieser Bewegung mit all ihren Protagonisten, wirft aber auch einen Blick auf prominente Interpretationen von Brigitte Bardot oder Gary McFarland und hat auch zeitgenössische Künstler wie Jorge Ben oder Joyce im Repertoire. Die Auswahl der Tracks stammt von Ruy Castro, einem bekannten brasilianischen Autor und Journalisten, der seit Jahren über die Musik seiner Heimat schreibt und recherchiert. Die CD erscheint zeitgleich mit dem gleichnamigen Buch (Hannibal Verlag, ca. 500 Seiten, zahlreiche Fotos, umfangreiche Diskografie), welches wärmstens zu empfehlen ist, wenn etwas mehr in musikalischen Kosmos des Bossa Nova eindringen will. Anspieltipps: Tamba Trio – Tamba, Sergio Mendes & Brasil ’66 – The Frog, Joyce & Johnny Alf – Ceu E Mar
Isan - Plans Drawn In Pencil (Morr Music/Indigo/Hausmusik) Was 1998 als einmalige Arbeit für eine EP begann, ist inzwischen zusammengewachsen zu einem liebevoll gehegtem Projekt mit dem hier erscheinenden vierten Longplayer gewachsen. Antony Ryan und Robin Saville sind zwei Musiker, die mit Akribie ihre Instrumente durchforsten, Tonspuren schichten oder Filter aktivieren, um immer neue Töne und Klänge zu entdecken und produzieren und das dann im PingPong-Verfahren (der eine gibts dem anderen und umgekehrt) weiterzuentwickeln. Das Ergebnis sind Soundflächen, mäandernde Melodien, zarte flüsternde Töne, die sich teils zu heimlichen Pop-Perlen gerieren oder im Ambient-Kosmos ihren Platz am Firmament annehmen. 
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Irradiation - Wunschtraum Nr. 1 (Temp Records/Soul Seduction) Die Labelchefin höchstpersönlich erfüllt sich hier ihren „Wunschtraum“ und präsentiert uns 4 minimale Arrangements. Der Titeltrack knarzt bassig und retroesk, „Martin, Catarina und Luis“ geht ähnlich los, erhöht aber Tempo und ist erfüllt von Finsternis. „Traumschiff“ ist leider keine Einladung zum heiteren Sonnendeck-Abhängen, sondern eher der Aufruf in den Maschinenraum zu gehen, um sich Seele aus dem Leib zu tanzen. Abgerundet wird die EP mit einem Remix von S-Max, der sich „Martin, Catarina und Luis“ vorgenommen hat: Ein Elektro-lastiger B-Boy Mix für die große Breakdance-Parade auf dem Swimmingpool-Deck.
55.rnd - In Peanuts We Trust (Temp Records/Soul Seduction) Bekannt als 550 Rondy mit Techhouse-Krachern wie „Curvy Traction“ (Ceap Rec.) oder dem Album „My Critical Hertz“ (Temp) kommt nun 55.rnd zurück in den Ring und präsentiert uns eine minimale Mystik-getränkte EP. Es beginnt dem eleganten „Peppermint Audiomaria“, welches sich nach und nach psychedelischen Schleifen Schmückt. „Linus Basic Mix“ kommt in bester Anfang 90er Elektronik daher. Es scheppert und klickt elektroid durchs Unterholz. „Woodstock Superfast“ hingegen nimmt wieder Fahrt auf und zeigt uns wie es damals auf dem legendären Festival angehört hätte, wenn Techno schon dabei gewesen wäre: Schnell, bassig, infektiös und mit viel Flächen für den LSD-Trip. „Schröder, es ist ratsam“ bildet den etwas wärmeren dubbigen Schlußpunkt dieser EP, die nichts für herzschwache und labile menschen ist. Eine Bereicherung für den Dancefloor ist sie allemal. 
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Herbert - Scale (K7) Matthew Herbert, der britische Tausendsassa, Erneuerer der elektronischen Musik, Big Band-Leader, Produzent (u.a. Roisin Murphy), politischer Agitator (www.countryx.org) und Soundtüftler hat mit "Scale" sein vielleicht eingängigstes Album herausgebracht. War "Plat Du Jour" noch ein Sammelsurium an diversen in der Küche anzutreffenden Geräuschen, ist "Scale" der Versuch seine bisherigen verschiedensten Arbeiten zu extrahieren und auf ein Album zu bringen. Soundtüfteleien sind hier natürlich ebenso zu hören, wie auch ein Kammerorchester, Waldhornbläser oder natürlich die Stimme seiner Lebensgefährtin Dani Siciliano. Bei diesem Prozess des Zusammenfügens entstanden Pop-Songs, die zwischen Leichtigkeit und Melancholie pendeln und natürlich unverkennbar Herbert sind. Ein guter Wurf, sehr persönlich und dennoch offen zu allen Seiten.
Langoth - Grounding (Sunshine Enterprises/Soulfood) Der Österreicher Michael Langoth präsentiert sein zweites Album, "Grounding". Tief in der Wiener Schule verankert, fließen hier die Downbeats, mal etwas jazziger, mal HipHop-lastig oder mit Soul. Der gewünschte Erfolg indes stellt sich nicht bei mir ein. Es liegt nicht wirklich an den Tracks, die klingen grundsolide, mehr aber auch nicht. Also doch die Tracks ... aber vor allem hat die Platte wenig Profil, klingt fast schon zu beliebig, als ob man es schon so oft gehört hätte ... 
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V.A. - Stereo 150 Compiled By Mo' Horizons (Stereo DeLuxe/Edel) Es ist angerichtet! Das kleine aber feine Label Stereo DeLuxe feiert seinen 150 Release und das ist eine Jubiläums-Compilation mit allen beim Label erscheinenden Künstlern. 1995 in Nürnberg gegründet, belebt man die Clubszene mit unverkennbaren beschwingenden oft südamerikanisch geprägten Grooves, egal ob für zu hause oder die Tanzfläche. Hauptsache es geht entspannt und gemütlich zu, nicht umsonst zieren zwei Sessel das Logo. Die Zusammenstellung und den Mix übernehmen natürlich die Kronprinzen des Label, Ralf Droesemeyer und Foh Wetzler aka Mo' Horizons. bekannt vor allem durch ihren Hit "Foto Vida", der hier als Nicola Conte erscheint. Aber auch der Rest der Stereo-Crew hat es in sich: Da gibt es die Strike Boys, kraftvoll und ideenreich, die Funky Lowlives, elegant und lässig, Bigga Bush (ex-Rockers HiFi), stylisch und kühn um nur einige zu nennen. Sie alle sind hier mit ihren besten Tracks vertreten, als Original oder Remix. Hauptsache DeLuxe ... Anspieltipps: The Funky Lowlives - Inside (R. Dorfmeister vs. Uptight Dub), Bozoo Bajou - Night Over Manaus, Minus 8 - Soverato (Instrumental) 
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Boards Of Canada - Trans Canada Highway EP feat. The Single Dayvan Cowboy (Warp) Der Track „Dayvan Cowboy“ des aktuellen Album „The Campfire Headphase“ wird hier released inkl. eines Videoclips der nach Warp’scher Tradition wieder sehr gut ist. Er erzählt die Geschichte von John Kittinger der 1960 von einem Heißluftballon in der Stratosphäre einen Fallschirmsprung macht, der bis heute längste freie Fall eines Mnschen, 4:36 min. lang mit einer Fallgeschwindigkeit von bis zu 988km/h. Auf seinem Weg nach unten erfährt er Realitätsverschiebungen, religiöse Erfahrungen und das flammende Hölleninferno. Unter Verwendung des atemberaubenden Bildmaterials des Sprungs und die ähnliche Wirkung des Tracks ist ein halluzigener Trip entstanden, er schließlich in der Erlösung einer Wasserlandung und der Reinkarnation als Surfer gipfelt. Beeindruckend! Auch die restlichen und neuen Tracks der EP schleppen sich auf diesem Weg von Erkundung, spröder Isolation, und endlosen Weite, wie sie eben auch von den Highways quer durch die kanadischen Wälder oder Tundra kennt und damit ganz im Gegensatz zur Wärme und dem Licht des aktuellen Longplayer steht.
Def Inc. - 50K (Botchit Breaks) Brachiale Breakbeats aus London. Das Klischee wäre erfüllt ... Larry Holcombe und Mark Kane aka Def Inc. bieten hier solide Dancefloor-Kost, die aber darüber hinaus nicht funzt. Die Tracks hätten wirklich genauso schon vor 10 Jahren herauskommen können und das ist mir echt zu wenig bei einem Genre, das sich immer wieder neu erfinden will mit NuBreaks und tralala. 






The Cuban Brothers A Million Stories (Sunday Best/Rough Trade) Die Auskopplung aus kommenden Album „A To Z“ ist eine gefälliger LatinoHipHopFunkPop-Track, der aber erst so richtig fahrt aufnimmt durch seine beiden Remixe. One-Man-Bandito Diesler kickt seinen Houstrack in bester karibischer Tradition mit Bläsern und Orgel an die Mojito-Bar. Der Club Tropicana Mix von Haaksman & Haaksman glänzt mit Bossa-getränkten Breaks und Clementes Back Door Re-Edit lässt einen Hauch von Space-Disco erahnen ...
Nova Dream Sequence - Interpretations EP 1 (Compost) Hinter NDS steckt kein geringerer als King Britt und man bekommt schnell dahinter Eindruck, dass er mit diesem Pseudonym Sachen macht, die er schon immer mal machen wollte. Hier zitiert er all seine musikalischen Einflüsse (Kraftwerk, Detroit, Philly, 808 State...), verarbeitet seine Träume und erschafft damit drei opulente Techno-Tracks (Dream 14, 10 & 7), die einen wirklich wegpusten das Prädikat Dancefloorkiller erhalten und auf dem iPod unter „Meine Lieblingslieder“ erscheint. Eine perfekte Dramarturgie treibt die Tracks unerlässlich auf den Höhepunkt zu, der einfach nicht enden will. Den Kopfhörer nehme ich nicht so schnell ab, das ist besser als Sex! 
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Sao Paris - Lá (F Communications/PIAS) Das französisch-brasilianische Duo erntete im letzten September mit dem Debut-Album „Moviemento“ viel Lob mit seiner Mischung aus mystischen, dekonstruierten Kollagen, brasilianischer Musik, süßen Bitterkeit und Poesie. Mit „LÁ“ setzen sie dort an, gehen aber von der Poesie mehr in Richtung cimematografischer Bilder mit einem weiteren Horizonte, szenenartig inszeniert. Manchmal bekommt man nur das Gefühl, dass man mittendrin stecken bleibt. Das sind die Stellen der Platte, wo es zu konzeptionell und klar zugeht, es fehlt etwas Flow. In seinen lichten Momenten allerdings, und die sind zahlreich, packt einen der Sound und löst große Gefühle und Emotionen aus.
Marsmobil - Munich Loves You (Compost & G-Stone) Die offizielle WM-Hymne der Stadt München kann sich sehen lassen. Kein Grönemeyer-Udo-Jürgens-oder-sonst-was-Sch*** der uns die Ohren verkleben will und uns insgeheim hoffen lässt, dass die WM bald vorbei geht. „Munich Loves You“ ist ein hymnischer Pop-Song, elektroid infiziert, Vocoder-verzerrt und massentauglich. Alle singen mit, bitteschön! Als Bonus gibt es auf der MCD zwei weitere Tracks von Marsmobil, ein Vorgeschmack auf das bald kommende Album der Kollaboration von Roberto DI Gioia, Peter Kruder und Chrsitian Pommer (Fauna Flash). Smarte Songs mit der Weite von Air, der Mystik von Talk Talk und einem Hauch der Rave-orientierten Gitarrenbands der Anfang 90er. Word! 
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Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias - Grand Slam (G-Stone/Soulfood) Nach diversen gemeinsamen Remix-Arbeiten gibt es nun den Longplayer, wo man neben den Remixen 4 brandneue Tracks dem Center Court Publikum präsentiert. Als Vienna Open wird dieses Album in die Geschichte eingehen, G-Stone gegen bzw. mit Sunshine Enterprises. Zwei große Label aus der Donaumetropole präsentieren ihren "Grand Slam". Und das Match kann sich durchaus sehen lassen. Der relaxt funkende dubbende Beat eines Herrn Dorfmeister trifft hier auf flotte oft hispanisch angehauchte Rhythmen von Heinz Tronigger und Michael Kreiner. Eine pulsierende lebhafte Tanzplatte, die sich um den Club-Smasher "Valdemossa" versammelt. Platzierte Grundlinienschläge ("Relaxin' At Club F****n), raffinierte Stoppbälle ("Make Dis Real"), knallharte Asse ("On The Moon Maybe") und unerwartete Stoppbälle ("My Friend") fliegen uns um die Ohren und am Ende heißt es: Game, Set, Match: Dorfmeister & Madrid De Los Austrias. 
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Four Tet- DJ Kicks (K7) Wieder ist K7 ein guter Wurf gelungen mit der Wahl von Kieran Hebden aka Four Tet als Kompilierer und Mixer der neuen DJ Kicks. Hebden bringt wie viele seiner Vorgänger eine sehr spezielle persönliche Note mit. Als Musiker ist er für Expeditionen in unerforschte musikalische Gefilde bekannt, als Folktronica wird das Ergebnis kategorisiert. Hier auf dieser Compilation geht er allerdings einen anderen Weg und der führt auf die Tanzfläche. Denn berüchtigt ist er auch für seine 8stündigen Sets im Londoner Club "The End" oder auf Ibiza zusammen mit Timo Maas. Aber dennoch bleibt er dabei dem Musiker Four Tet treu, der Mix besticht durch unerwartete Wendungen, elektronischer Spielerei, Soundfragmente oder analoge Synthie- Intermezzos zwischen den Tracks. Genretechnisch legt er sich dabei nicht fest, das ist ihm ein Gräuel und so gibt es bei den 20 Tracks fast genauso viele verschiedene Styles. Wie z.B. obskure Elektronika (David Behrman), Soul-Klassiker (Curtis Mayfield), Oldschool HipHop (Showbiz & A.G.) oder rotziger House (Akufen). Ein wilde Mischung, die trotzdem nicht konstruiert, sondern sehr stimmig wirkt. Anspieltipps: Four Tet - Pockets, Autechre - Flutter, Akufen - Psychometry 3.2
Sunlightsquare - Urban Sessions (Sunlightsquare Records) Der italienische Jazzpianist und Arrangeur Claudio Passavanti hat eine erlesene Gruppe von Musikern und Vokalisten um sich geschart. In London traf man sich, um ganz zwanglos einige Sessions im Studio zu bestreiten. Die verschiedensten Typen und Einflüsse treffen hier aufeinander und ergeben ein multi-stilistischen Album mit Schwerpunkt, Jazz, Elektronik, Fusion und Dancefloor. "Urban Sessions" ist ein gut gewählter Name, spiegelt er doch die Stimmung des Albums gut wieder. Wenn die Nacht wieder zum Tag wird und die Sonnenstrahlen die Stadt in ein gold-rot eintauchen, bevor das gleißende Licht die Dächer und Straßen erobert. Die hohe Musikalität ist allen Teilnehmern anzumerken, deshalb hinterlässt dieses Werk Spuren. 
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Sumo - The Danceband (Heya Hifi/Mconnexion) Das schwedische Duo Sumo präsentiert sein Debut-Album. "The Danceband" ist wie der Titel schon erahnen lässt ein Album für den Club. Eine Ode an alle mit Rhythmus im Blut, denn Combo und Alf Tumble prügeln hier nicht nur irgendwelche Latten hin, sondern garnieren ihre 4/4 Tracks mit Afro-Elementen, Latin und Bossa. Nicht zu viel, damit es nicht wieder zu "brasilianisch klingt", eben gerade genug, um das Unterbewusstsein zu animieren die Füße zu bewegen. Flotte und sehr genießbare Kost.
The Strike Boys - Being In A Boygroup (Stereo DeLuxe/Edel) Das Leben in einer Boy Group, für Tommy Yamaha und Martin Kaisa ganz und gar nicht öde und eindimensional. Life's what you make it und die beiden Franken machen daraus eine ganze Menge. Ihr mittlerweile Viertes Album kommt nun in die Regale und es steckt voller Tatendrang, voller groovenden Pop-Songs, Dance-Hits, Rock, Disco und House. Und erstmals tritt Mister Yamaha höchstpersönlich ans Mikro, kann er doch mit lässiger Stimme viel aus dem Alltag der Strike Boys erzählen. Darüber hinaus gibt es Gast-Vocals von Thomas Lang (The Robocop Kraus), Cyrena Dunbar oder Earl Zinger. Klasse Tracks, die zwischen den Genres hin und her pendeln, einige fürs Sofa, ein paar für den Club, aber hauptsche frisch, schweißtreibend, rhythmisch und unwiderstehlich. 
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V.A. - Permanent Vacation (Permanent Vacation/Groove Attack) Klingt das nicht verlockend? Dauerhaft Ferien? Die beiden Münchner Tom Biloy und Benjamin Fröhlich, der auch die Compost-Compilation "Isar Gold" zusammengestellt hat, kennen sich aus dem Plattenladen des zweitgenannten und stellten schnell fest, dass die gemeinsame musikalische Schnittmenge sehr groß ist, so dass neben dem Label eine gleichnamige Party-Reihe starteten. Der erste Release ist die Compilation, die die Richtung vorgibt, was man an Releases aus München erwarten kann. Cosmic Disco, Space Disco, wabernde Tunes, die uns ganz lässig permanente Ferien versprechen. Dabei bedienen sie sich aktueller Künstler wie Kelley Polar, Joakim oder auch dem Aushängeschild dieses Sounds, dem Norweger Hans Peter Lindström (unter dessen Alias "Six Cups Of Rebel"). Aber auch rare und skurrile Klassiker aus der Spät-Disco-Ära Ende 70er/ Anfang 80er sind hier vertreten und passen bestens ins Konzept. Die Trackauswahl beweist Geschmack und Händchen, es sind kaum Ausfälle zu verzeichnen, "Tyurangalila" z.B. ist für mich der schönste Track vom aktuellen Kelley Polar Album und Tommy Seebachs "Bobble Sex" aus dem Jahre 1979 katapultiert uns auf sehr charmante Weise in den Soundtrack eine "Tatort"-Krimis. Ein gelungener Einstand der beiden Herren, die uns Lust auf mehr macht, mehr Musik, mehr Ferien ... Anspieltipps: Max Berlin - Elle Et Moi (Joakim Remix), Kelley Polar – Tyurangalila, Tommy Seebach – Bobble Sex 
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Takashi Wada - Araki (Onitor) Der junge Japaner Takashi Wada hat vor zwei jahren mit seinem Debut-Album "Meguro" vor allem in seiner Heimat für viel Aufsehen gesorgt. "Akari" soll dort natürlich anknüpfen und hat dafür auch die Qualitäten. Seine Pop-ambienten Tracks berühren, sind mystisch und laden ein zu verweilen. Es könnte ein Soundtrack für "Baraka" oder "Koyaanisqatsi" sein, jene Filme, die auf eine sehr spirituelle Art und Weise Szenen aus Zivilisation und Natur verbinden und darstellen. Dazu wäre er prädestiniert, kommt er doch selbst aus Tokyo und studiert in Metropolen wie Paris, New York oder London. Der Vollblutmusiker lebt 24 Stunden seine Passion aus, saugt auf was ihm die Großstädte dieser Welt bieten und verheimlichen wollen, thront über ihnen und bastelt unermüdlich an weiteren Werken.
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