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platten im oktober:

Balkan Beat Box - Balkan Beat Box (Essay Rec./Indigo) Was uns die beiden Masterminds von BBB, Ori Kaplan und Tamir Muskat, hier bieten, geht weit über Balkan hinaus. Aufgewachsen in Tel Aviv/Israel, saugten sie viele musikalische Einflüsse auf, die ihnen dieser Schmelztiegel der Kulturen bieten konnte. Um ihre professionelle Musikkarriere weiter zu verfolgen zogen sie unabhängig voneinander in den nächsten Schmelztiegel, nach New York, wo sie sich schließlich über den Weg liefen. Diese Platte fasziniert durch ihren wirren und üppigen Mix von diversen Ethno-Sounds, gemixt mit Dance-Elementen. Hier geht es quer durch den Balkan in den Mittleren Osten, durch Nordafrika und zurück nach Osteuropa. Glücklicherweise ist auf der CD ein 10minütiges Video, welches die ganze Energie dieser Live-Combo wiedergeben kann. Eine wilde Performance aus Musikern, Tänzern und VJs, allesamt farbenfroh kostümiert. Lebe lieber ungewöhnlich!

 

Lotek Hi-Fi - Mixed Blessings (Big Dada/Ninja Tune/Rough Trade) Mit ihrem zweiten Longpplayer bewegen sich Lotek Hi-Fi weiter auf den Pfaden ihres Debuts von vor zwei Jahren. Pumpender HipHop mit Dancehall, Roots Reggae, Soca und Ragga Disco. Verantwortlich dafür ist Wayne ‚Lotek’ Bennett, dessen Musik einen starken Widerpart bekommt durch die beiden MCs Wayne Paul und Aurelius mit ihren unterschiedlichen Stimmen und Rap-Stylez. Eine fette Mischung, deep und soulig.










Sandboy - Echoes (Hinterland/Intergroove) Sandoys Debutalbum „Wanderlust“ kommt in die Remixmühle. Herausgekommen ist „Echoes“. Leider höre ich hier keine Echo. Sanft plätschert das Werk vorbei, ohne irgendwie eine gewisse Griffigkeit zu besitzen. Sicherlich mit schönen Momenten (Butti 49, Marianne Kirch), aber insgesamt ohne Profil und steckengeblieben im Lounge Sumpf.



Torpedo Boyz - Headache Music (Lounge Rec./Sib) Würde man Dancefloor Musik mit Meeren vergleichen, so wären die Torpedo Boyz definitiv kein Fall für lauwarme seichte Mittelmeerwellen a la Kreta, sondern eher in der Biscaya anzusiedeln. Die französische Atlantikküste für ihre großartige Brandung und gelegentliche Stürme (und nebenbei ein 1A-Urlaubsziel!). Kentastic und Rollin’ Hand brettern also auf ihren Boards über den Dancefloor. Vom Breakbeats getrieben, mit zahlreichen Genresprüngen garniert. Stylepurismus ist nicht angesagt! Hier kommt die Glam Rock Keule ebenso zum Zug wie Funk-Riffs, HipHop und wilde Scratch-Attacken. Solide Kunst, die im Club nicht für Langeweile sorgt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Confutatis - Built In Anger (Ai Records) Nicht nur Artwork des Monats (siehe Cover und Homepage), auch eine spannende Platte. Der in Dallas lebende Österreicher Bernhard Pucher liefert einen düsteren Soundtrack, der mich stellenweise an Werke von Angelo Badalamenti (Komponist bei zahlreichen David Lynch Filmen). Elektronische Nuancen, Lo-Fi Atmosphäre, schleppende HipHop- und schleichende House-Beats fisteln durch die Box und lassen uns im Kopf zu Regisseuren werden.










Turner - Slow Abuse (Lado/Mute) Turners viertes Album „Slow Abuse“ ist ein feiner Ohrgenuss. Geradezu unaufhaltsam kriechen die Tracks in die Gehörgänge und nisten sich ein. Eine ganz und gar intime Popmusik Platte! Hier wird Melancholie geweckt, Sehnsüchte hervorgerufen und gestillt. Turner nimmt sich Zeit mit seinen Kompositionen, keine Hektik, aber auch kein falscher Schritt. Eine Einladung zu einem emotionalen Musik-Trip und wir nehmen dankend an.



V.A. - The Dark Side Of The Pudel (Hausmusik/Kompakt/Indigo) Das dritte Produkt aus dem Hause Pudel. „The Dark Side Of The Pudel“ führt uns in den fensterlosen Pudel Klub und präsentiert und schüttelt uns mit 5 Tracks diverser Acts durch. Den Anfang macht DJ Phono mit einer endlosen Minimal-Ballade und warnendem 5-vor-12-Glockenläuten. Es folgt Rocko Schamoni, der uns im Kriechtempo nach Hawaii führt und über Tod, Engel und Teufel fabuliert. T.Raumschmiere remixen Felix Kubin & Marc Boombastic. Das macht er sehr eindringlich, ich bin mir nicht sicher ob es ein Presslufthammer oder gar doch eine Stalin-Orgel. John Callaghan beschwört „I’m Not A DJ“. Er schnipselt Dark-Rave schnipsel zusammen und pfeift aus dem letzten Loch. Klingt wie eine 33er auf 45. Ich glaube ihm. Zum Schluß noch mal Felix Kubin, der Blixa-esk durch Buchstabenwälder marschiert, hypnotisiert durch merkwürdige Geräusche. Jeder solle einen Pudel haben ...

 

Guido Schneider - Earth Browser (Jambi Remix) (Tuning Spork(Word And Sound) „Channel One“ holterdipoltert minimal-elektroid durchs Gemüse, verfeinert mit Latino Congas. „Earth Browser“ im Jambi Remix besticht ebenso durch minimale Zutaten, klimpert auch ein bisschen mit dem Besteck. Der Original Mix hingegen schreit mehr nach Acid-Würze. Guten Appetit.











Sasse - Gota (Moodmusic/Word And Sound) Ein Vorgeschmack auf das bald erscheinende Album von Sasse. Hier entführt er uns bei „Gota“ zu Old School House, „Pump Up The Jam“ pumpte ähnlich. Dazu eine rotzige Bassline, perkussive Elemente und elektronische Handclaps. „Do Robots Have Soul“ können wir spätestens seit „Per Anhalter Durch die Galaxis“ und „Futurama“ bejahen. Eine lange elektronische Reise, melodiös, funky und spannend bis zum Schluss.

 

Rubin Steiner - Drum Major! (Ausfahrt Rec./Soulfood) Der französische Klangprophet der elektronischen Musik ist wieder da! Rubin Steiner reflektiert hier unzählige Genres, respektlos und ausgeklügelt. Verknüpfungen zwischen Old School HipHop, Electronics, Jazz, PunkRock, Downbeat und krachenden Breakbeats schweißen das Album zu rhythmischer Dichte mit temperamentvollen Samples und Sounds. Einsteigen, abfahren, durchschütteln.



Ensemble Du Verre - Sing Me Somthing (Fante Rec./SPV) Meine Damen und Herren, schnallen sie sich an, lehenen sie sich zurück und schalten sie mal zwei Gänge runter... Mit Ensemble Du Verre geht es in ruhige jazzige Gefilde. Den Hamburger Sönke Düwe kennt man von seinem Projekt Groove Galaxi. Hier hebt er ein neues aus der Taufe, diverse Jazz-VokalistenInnen in fragiler Soundumgebung. Sein Instrument ist das Schlagzeug, jedoch hier im äußerst subtilen Umgang. Er beherrscht es den Vocals einen Sound-Teppich mit viel Feingefühl zu knüpfen. Das wirkt wechselseitig, denn seine Kompositionen sind weit mehr als nur Beiwerk. So ist das Album eine bemerkenswerte Ansammlung von Stimmen, wie Ursula Rucker, Platnum oder Torun Eriksen, mit Düwes eigenwilliger Soundästhetik. Vielleicht an wenigen Stellen etwas überfrachtet und schwer.

 

Freeform Five - Strangest Things (Fine Rec./Four Music) Endlich das Debut der nordenglischen Combo. Flankiert durch die beiden Vorab-Veröffentlichungen „Electromagnetic“ und „No More Conversations“ mit Remixen u.a. von Tiefschwarz, Alter Ego und Mylo werden sie schon auf dem Weg zu einem großen Dance- und Electro-Act gesehen. Ein einreißender Mix aus aus Electro, Pop, Techno, Digital Funk, Downbeat und Dancehall mit illustren Gästen wie Bounty Killer und Lateef The Truth Speaker. Als Bonus gibt es eine zweite CD mit Remixen von einigen Albumtiteln, u.a. von Mylo, Stanton Warriors und –man höre und staune- Heaven 17.










V.A. - All As One/Sonar Kollektiv 4 EP (Sonar Kollektiv/Rough Trade) Begleitend zur Compilation diese exklusive 4 Track EP für den DJ. Eingeleitet durch Ruth-Maria Renner aka Platnum auf einer epischen Broken House Reise für die gewissen Abendstunden. Gefolgt von Domu aka Umod schleppt sich uuunglaublich slo-mo mit seinem House-Brecher über die Vinyl-Rillen. Auf Seite zwei der lässige MC Capital A aus Philadelphia zusammen mit Slope und dem perfekten Groove. Danach die Berliner HipHop Formation Studio R, die von Slope in einen HipHouse Remix entführt werden.


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weiber.kram Trödelmarkt






Ausgabe 11/2006 ab sofort im Handel mit folgenden Themen: Chris Liebing, Cosmic Gate, Heiko Laux, Knee Deep, Milk and Sugar, M.A.N.D.Y., Chicago Special, etc. (www.raveline.de)





aus dem archiv:
August/September 2006 mit Plaid & Bob Jaroc, Movements 2, New Flesh, DJ Krush, DJ Spinna, etc.
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Juni/Juli 2006 mit Phoenix, Herbert, Boards Of Canada, Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias, etc.
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Mai 2006 mit Adem, Dublee, Klein, Gnarls Barkley, Jamie Lidell, Zero DB, etc.
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April 2006 mit Morrissey, Gerd, Ursula 1000, Ascii Disko, Swayzak, Analord, etc.
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März 2006 mit Tosca, Nightmares On Wax, Urban Delights, Markus Güntner, Skye, etc.
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Februar 2006 mit Roy Ayers, Exillon, Voom Voom, Stereo Total, Microsillon EDU K und Prefuse 73
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Januar 2006 mit Egoexpress, Boozoo Bajou, Compost Black Label und dem Sampler Echo Beach.
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Dezember 2005 mit Colossus, Mattafix, Terry's Cafe, Secret Mommy, c/o Pop und Raz Ohara.
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November 2005 mit Dub Club, Marcus Worgull, Sofa Surfers, Jazzflora, Princess Superstar, Mozez, etc.
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Oktober 2005 mit Balkan Beat Box, Lotek Hi-Fi, Confutatis, Torpedo Boyz, Guido Schneider, etc.
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September 2005 mit Mr. Oizo, Sonar Kollektiv, Tosca, Goldfrapp, Frank Popp Ensemble, etc.
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August 2005 mit Superimposers, Egoexpress, Tocotronic, Fat Freddy's Drop, Boozoo Bajou, etc.
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Juli 2005 mit Funky Lowlives, Sell & Snackman, Rivera Rotation, Ferenc, John Tejada & Adrian Leviste, etc.
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Juni 2005 mit Gilles Peterson in Africa, Urbs, Lawrence, Bebel Gilberto, Richard Davis, Roisin Murphy, etc.
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Mai 2005 mit Superpitcher, Maximo Park, Boom Dip, Recloose, Kosma, Mack and MKB, etc.
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